Donnerstag, 19. Januar 2017

Jeder ist einzigartig

Oh, es wird gleich dunkel! Jetzt aber schnell 'raus und eine kleine Runde mit den Hunden drehen! Ich liebe diese Zeit kurz nach Sonnenuntergang, wenn der Himmel zu glühen scheint. Als wir durchs Gartentor hinaus treten, sehen wir den glutroten "Feuerball" gerade hinter dem Wald am Horizont verschwinden, und augenblicklich wird die Beleuchtung dramatisch. Die Hunde haben kein Blick dafür, interessieren sich mehr für das, was am Boden ist als für das Schauspiel am Himmel, aber ich finde es einfach nur traumhaft schön. Obwohl man so etwas bei gutem Wetter fast täglich erleben kann, ist doch kein Sonnenuntergang wie der andere. Jeder ist einzigartig!

Der Himmel glüht. Schade, dass ich heute nur das iPhone dabei hatte und nicht die "richtige" Kamera. Aber das "Live"-Erlebnis ist natürlich besser als jedes Foto. Dieses habe ich um 16:45 Uhr gemacht, fünf Minuten nach Sonnenuntergang.

Mittwoch, 18. Januar 2017

Als Kyrell kam

Es blieb nicht bei ein paar abgerissenen Ästen: 
Sturm Kyrell hatte vor zehn Jahren im Wald breite 
Schneisen, auf denen kein einziger Baum mehr stand, 
hinterlassen. Heute sind die Jungbäume darauf schon
 wieder meterhoch.
Auf den Tag genau zehn Jahre ist es her, dass Sturm Kyrell über uns hinwegfegte. Wir sind uns einig: So etwas wie am 18. Januar 2007  haben wir noch nie erlebt.
Mich erwischte der Sturm im Auto auf dem Heimweg, das Radio war nicht mehr zu hören, so laut brauste und toste es um mich herum. Auf den letzten Metern durch den Wald fielen vor und hinter mir junge Kiefern auf die Straße. Irgendwie bin ich heil durch dieses Astegwirr gekommen. Zu Hause war es nicht besser: Eine Schubkarre wurde meterweit durch die Luft geschleudert, mit einem Krachen legte der Sturm eine große Kiefer um, Ziegel flogen vom Dach, zerkrachten am Boden. Wir überlegten ernsthaft, die Pferde von ihrem Auslauf in die Diele des Hauses zu holen. Aber die hatten sich zusammengestellt, ihre Hinterteile gegen den Wind gedreht und machten trotz des Chaos' um sie herum keine Anstalten, sich auch nur einen Meter vom Fleck zu bewegen.
Also abwarten, hoffen, dass kein großer Baum aufs Haus stürzt und wir alle heil diese sturmumtoste Nacht überstehen.
Am nächsten Tag sahen wir, dass wir noch vergleichsweise gut davongekommen waren. Es war bei den paar vom Dach gefegten Ziegeln geblieben, die Dächer einiger Häuser ein paar Meter weiter waren dagegen zu großen Teilen abgedeckt worden, durch den Wald weiter östlich des Ortes hatte der Sturm eine Schneise gemäht.
Die Niedersächsischen Landesforsten schrieben von 4000 Hektar schwer geschädigten Waldes, besonders schlimm waren die Höhenzüge Solling und Harz betroffen. 2000 Hektar sind seither aufgeforstet worden, und dies habe sich sogar als Chance erwiesen: Statt Nadelwaldmonokulturen entstanden auf diesen Flächen Nadelmischwald und Laubwald. Mehr Baumarten sollen Wald stabiler machen und für den nächsten großen Sturm, der hoffentlich nicht so bald kommt, wappnen.

Dienstag, 17. Januar 2017

Weiße Weite mit Windpark

Auf dem alltäglichen Hundespaziergang am Nachmittag kurz vor Sonnenuntergang freue ich mich stets über den weiten Blick über die Felder bis zum Wald und dem Windpark dahinter und bin froh, dass ich nicht in der Stadt, sondern auf dem Land wohne. Jetzt, da die Landschaft mit Schnee bedeckt ist, gefällt mir das Panorama am besten. Der Schnee lässt die die ganze Szenerie noch harmonischer und irgendwie auch friedlicher wirken.

Da ich leider kein Talent zum Malen habe, muss ich fotografieren. Wenn ich malen könnte, würde ich so einem Bild den Titel "Weiße Weite mit Windpark" geben. 

Sonntag, 15. Januar 2017

Ein bisschen Blau . . .

Ein bisschen Blau zeigte sich doch noch am ansonsten wolkenverhangenen Winterhimmel – allerdings erst kurz vor Sonnenuntergang. Der war dafür umso schöner. Auf dem Rückweg von unserer Tour mit den Hunden durchs Moor hatten wir ihn direkt im Blick.

Um 16:32 Uhr riss die dunkle Wolkendecke auf, und durch ein kleines Loch (hinter den Bäumen) zeigte sich blauer Himmel.

Samstag, 14. Januar 2017

Bis sich die Bäume biegen ...

Auf dem Hundespaziergang erwartete uns heute ein Hindernisparcours.
Auch heute hat es wieder reichlich geschneit. Da die Tiefsttemperatur nur einen Grad unter dem Gefrierpunkt lag, war der Schnee ziemlich nass und entsprechend schwer – so schwer, dass sich die Bäume bogen und zum Teil sogar einfach abknickten. Auf unserer Tour mit den Hunden durch den Wald mussten wir durch etliche "Baumbögen" kriechen. Kleinere Bäume befreiten wir von der Schneelast und halfen ihnen, sich wieder aufzurichten. Bei den größeren Exemplaren funktionierte das leider nicht.
Wer nicht, wie wir auf unserer "Hunderunde", fast jeden Baum beim Vornamen kennt, sollte bei diesem Wetter vielleicht lieber nicht in den Wald gehen, um nicht von herabstürzenden Ästen verletzt zu werden.

Freitag, 13. Januar 2017

Schneematsch

Oje, da wäre doch heute Morgen beinahe der Holzstiel des Schneeschiebers gebrochen. Der Schnee, von dem in der zweiten Nachthälfte reichlich heruntergekommen ist, war mehr Matsch und deshalb schwer wie Sand. Entsprechend anstrengend war es, ihn auf einer Strecke von rund 80 Metern vom Gehweg zu schaufeln. Als Frühsport nicht schlecht, aber mir wäre fluffiger Pulverschnee lieber gewesen.
Inzwischen ist die weiße Pracht schon wieder am Tauen, wird wohl aber in der Nacht überfrieren, sodass morgen wohl einer ganzer Eimer Sand vonnöten sein wird, um die Rutschgefahr zu minimieren.

Stroh-Rundballen mit Schneehaube auf dem Acker hinter unserem Haus, fotografiert heute Nachmittag kurz vor Sonnenuntergang.

Donnerstag, 12. Januar 2017

Warten auf den Schnee

Der Schneeschieber steht bereit.
Im Radio und im Fernsehen – überall wird vor dem drohenden Schneechaos gewarnt, das in den nächsten Stunden über uns hereinbrechen soll. Da sollte ich vielleicht doch lieber vorsichtshalber den Schneeschieber bereitstellen.  Im Taschenlampenlicht suche ich nach ihm im Schuppen. Hier, irgendwo zwischen all den vielen Gartengeräten, muss er doch stehen! Aber er ist nicht zu finden. Naja, wir haben ihn auch schon länger nicht mehr gebraucht.
Schließlich entdecke ich den Schneeschieber hinten in der Ecke, im Spalt zwischen der Rückwand und der Holztreppe zum Dachboden. Etwas angestaubt ist er, aber einsatzfähig.
Ich bin gespannt, ob wir morgen früh tatsächlich in einer tief verschneiten Winterwelt aufwachen werden.
Gute Nacht!