Samstag, 10. Dezember 2016

Nur das Krächzen der Krähen ...

Krähenbaum vor trüber Spätherbstkulisse. 
Na, das wollte ja heute gar nicht richtig hell werden, und so fuhren wir an disem feuchten, trüben Tag heute schon gegen Mittag mit eingeschalteten Scheinwerfern im Dämmerlicht. Als dann auch noch links am Rand der einspurigen Straße, die sich durch Ackerland windet, einen einzeln stehenden Baum entdeckten, denen sich ein großer Trupp Krähen als Rastplatz ausgesucht hatte, kamen wir uns ein bisschen vor wie in einem Gruselfilm. Als wir anhielten und den Motor des Wagens abstellten, war außer dem Krächzen der Krähen weit und breit kein Laut zu hören, obwohl das Dorf schon in Sichtweite war. Wir kurbelten das Seitenfenster herunter – zum Glück sind wir dazu noch kräftig genug und brauchen deshalb kein Auto mit elektrischen Fensterhebern – und ließen diesen besonderen Moment auf uns wirken.

Freitag, 9. Dezember 2016

Leuchtender Lichtfleck

"Null Sonnenstunden" lautet die Prognose für dieses Wochenende. Zum Trost gibt es deshalb an dieser Stelle einen kleinen Lichtblick, aufgenommen am vergangenen, supersonnigen Wochenende. Hier brechen sich die Strahlen der Sonne Bahn durch die Baumkronen und werfen einen Lichtfleck auf den ansonsten dunklen Waldboden.

Spot an! Die Sonne zaubert einen leuchtenden Lichtfleck auf den Waldboden. 

Donnerstag, 8. Dezember 2016

Lauter Wichtel im Wald

Hat sich dort eine Fee zwischen altem Laub und trockenem Geäst versteckt? Oder ist es ein Wichtel, der da am Waldboden hockt? Auch Assoziationen mit Zuckerwatte oder einem Weihnachtsmannrauschebart kommen einem in den Sinn, geht man an frostigen Tagen durch den Wald und sieht zentimeterlanges "Haar" aus heruntergefallenen Ästen wachsen.
Es gibt Pilze, die ähnlich aussehen, doch das "Feenhaar" hat eine andere Entstehungsgeschichte: Zunächst muss es viel regnen, damit sich das vormals trockene Holz bis zur Sättigungsgrenze vollsaugen kann, danach müssen die Temperaturen fallen, aber bitte schön langsam. Dann passiert es nämlich, dass das aus dem Holz an der Oberfläche austretende Wasser gefriert, von unten drückt weiteres Wasser empor, das ebenfalls gefriert, und so werden die "Haare" aus feinsten Eiskristallen lang und länger.

Schnee? Nein, der Schein trügt.
Ihre feine, zarte Struktur verdanken sie den winzigen Poren im Holz, aus denen das Eis förmlich herauswächst, so wie Zahnpasta aus einer Tube kommt – als langer Strang. Fällt die Temperatur schnell und tief, dann wird es nichts mit dem Zauber, weil der Ast sofort durchfriert und somit kein Wassertransport mehr stattfindet.
Aber die Vorstellung, dass im Wald lauter Wichteln und Feen wohnen, deren Haar hier und dort hervorlugt, die hat etwas Märchenhaftes. Genau richtig für romantische Spaziergänger ...
Der Polarforscher Alfred Wegener soll übrigens einer der ersten gewesen sein, der das Phänomen der Eiswolle beschrieben hat, auch ihm war es bei einem Spaziergang ins Auge gefallen.

Dienstag, 6. Dezember 2016

Lieber doch nicht in die Regenbogenpresse

Wir lieben Regenbögen – wo dieser die Erde "berührt",
liegt, versteckt hinter den Bäumen, unser Hof –, aber
ge
genüber der Regenbogenpresse sind wir doch lieber
etwas 
zurückhaltend. 
Durch die Geschichte in der "ma vie" über uns und unsere lieben Tiere aufmerksam geworden, meldete sich gestern eine Redakteurin der Zeitschrift "Bild der Frau" bei uns. Sie würde gerne in "Bild der Frau" eine Geschichte über uns veröffentlichen, schrieb sie. Das Thema wäre: „Dann  habe ich es einfach gemacht“.  Sie suche, so die Redakteurin weiter, dafür Frauen, "die sich einen Traum erfüllt haben und erzählen, warum es gut tut, dass auch zu wagen". Sie würde sich riesig freuen, wenn wir uns bei ihr melden würden und wir am Telefon die Details besprechen könnten.
Ja, wir haben uns heute gemeldet. Allerdings nicht, um zuzusagen, sondern um zum Ausdruck zu bringen, dass wir uns in der Regenbogenpresse wahrscheinlich nich so gut aufgehoben fühlen würden.
Es wird also keine Geschichte über uns in "Bild der Frau" geben. Die Enttäuschung darüber dürfte allerdings bei den meisten von Euch nicht so groß sein, denn Ihr gehört doch wahrscheinlich sowieso nicht zur Zielgruppe der "bunten Blätter" und greift allenfalls beim Arzt im Wartezimmer mal zu einer dieser Zeitschriften.
Wir freuen uns durchaus über Anfragen von anderen Medien, die eine Geschichte über uns bringen wollen. Aber das Medium muss auch zu uns passen.

Montag, 5. Dezember 2016

Pfeifenputzer?


Was ist das? Sieht doch genau so aus wie ein Pfeifenputzer, oder? Nein, es ist ein Weidezaundraht, an dem sich wunderschöne Eiskristalle gebildet haben, die in der Sonne glitzern. Mittwoch soll es wieder wärmer werden, dann wird dieses vergängliche Kunstwerk der Natur schnell wieder verschwinden.

Sonntag, 4. Dezember 2016

Still sein wird belohnt

Auch am zweiten Adventssonntag sind wir lieber in den Wald als auf den Weihnachtsmarkt gegangen, und wir haben das nicht eine Sekunde bereut. Im Gegenteil: Wenn alle anderen auf den Weihnachtsmärkten herumhängen, haben wir den Wald ganz für uns allein. Und da wir nicht die ganze Zeit lang quatschen, sondern die Stille genießen, haben wir fast bei jeder Tour das Glück, den einen oder anderen menschenscheuen Waldbewohner beobachten zu können. Mal ist es ein Hirsch, mal ein Hase, mal ein Wildschwein. Am vergangenen Sonntag war es ein Fuchs, der vor uns über die Moorwiese lief  – leider war ich mit der Kamera nicht schnell genug, um ein Foto von ihm zu machen –, und diesmal standen zwei Rehe vor uns auf dem Waldweg:

Da hatten die beiden Rehe aber Glück, dass der Hochsitz nicht besetzt war.

Samstag, 3. Dezember 2016

Eisäpfel

Da wir es immer noch nicht geschafft haben, alle unsere Apfelbäume zu beernten, hängen noch einige Winteräpfel an den Bäumen. Gefrostet sehen sie durchaus attraktiv aus, finden wir.

Wie in Puderzucker gewälzt: Die noch an den Bäumen hängenden Winteräpfel haben einen frostigen Überzug bekommen.