Samstag, 20. Mai 2017

Pusteblumen

Die gelbe Blütenpracht ist schon wieder passé, und die blühende Löwenzahnwiese hat sich – simsalabim – über Nacht in eine Pusteblumenwiese verwandelt. Aber auch die ist flüchtig. In wenigen Tagen werden die mit haarigen Flugschirmen ausgestatteten Früchte vom Winde verweht sein. Ja, der Frühlings ist eine ebenso intensive wie vergängliche Jahreszeit.

Tausende von kleinen Flugschirmen warten darauf, vom Winde verweht zu werden.

Mittwoch, 17. Mai 2017

Endlich warm genug, um bis zum Sonnenuntergang draußen zu sitzen

Vor dem Abendessen noch ein schnelles Smartphone-Selfie – und dabei in die Abendsonne blinzeln.
Wow, war das heute ein schöner Frühlingsabend! Und endlich einmal warm genug, um bis zum Sonnenuntergang draußen zu sitzen. Zu essen gibt es bei uns an solchen Abenden traditionell mit zuckersüßen Datteltomaten und Tofu Rosso, unserer veganen Mozzarella-Alternative, gefüllten Baguettebrötchen. Dazu reichlich Basilikum, eine Prise Salz und einen kräftigen Schuss Olivenöl – superlecker! Und zur Feier des Tages gönnten wir uns ein friesisch-herbes alkoholfreies Bier.
Zum Tagesausklang machten wir dann noch unseren obligatorischen Spaziergang mit den Hunden.
Es wäre doch jammerschade gewesen, wenn wir diesen Tag nicht bis zum letzten Sonnenstrahl draußen ausgenutzt hätten, zumal es morgen zum Abendessen blitzen und donnern soll.

Neben unserem Sitzplatz auf dem Hof leuchtet ein Ahornblatt im warmen Licht kurz vor Sonnen-
untergang.

Freitag, 12. Mai 2017

Baum frisst Schild

Zuweilen lassen sich recht kuriose Dinge am Wegesrand entdecken. Gestern habe ich zum Beispiel einen Baum fotografiert, der doch tatsächlich gerade einen Wegweiser aus Metall zu verspeisen scheint.
Fachleute nennen das "überwalmen". Auf diese Weise können Bäume Wunden, die ihnen zugefügt worden sind – und nichts anderes war das Anbringen des Schildes –, schließen. Das geht natürlich nicht von heute auf morgen, sondern dauert einige Jahre.

Das Metallschild dürfte für die Eiche schwer verdaulich sein.

Sonntag, 7. Mai 2017

Klein, aber oho

Nach dem Umtopfen bekommt jede der kleinen Tomatenpflänzchen noch einen kräftigen Schluck Wasser.
Luft wie mit Weichspüler gewaschen, nicht der kleinste Wind geht. Ein idealer Tag, um unsere kleine Tomatenzucht in größere Töpfchen zu verpflanzen. Klein sind die Pflänzchen noch, aber besser als am Fenster halbmeterlange bleiche Kriechgewächse heranzuziehen, die später Wochen brauchen, um sich draußen einzuleben. Bisher haben es unsere kleinen Mickerlinge noch immer gemacht.
Einen Rückschlag haben aber auch sie schon hinter sich, da hat doch tatsächlich eine Maus an ihren Blättern gefressen! Ganz schön frech, aber für uns bleiben trotzdem mehr als genug Pflanzen übrig. In diesem Jahr habe ich fast nur kleinfrüchtige Sorten ausgesät: Onkel Gustav, Rote Pflaume und die Unaussprechliche (Vesennij Mieurinskij). Sie alle keimen gut und verlässlich im nicht immer warmen Wohnzimmer und tragen reich und verlässlich, selbst wenn der Sommer nur kurz ist. Die kleinen Früchte, meinen wir beide, schmecken ohnehin besser als die großen von Stabtomaten.
Jetzt müssen wir nach den kalten Frosttagen nur noch auf weitere Tage wie diesen heute hoffen, damit die kleinen Pflänzchen bald groß werden.

Noch wirken die Töpfe etwas überdimensioniert, aber das wird sich hoffentlich bald ändern, wenn die Pflänzchen kräftiger werden.

Samstag, 6. Mai 2017

Zum Anbeißen schön

Ist es nicht schön, das frische, zarte Lärchengrün!?
Die jungen, zarten Lärchenblätter sind zum Anbeißen schön. So hellgrün, zart und saftig müssen sie sich nicht hinter dem frühlingsfrischen Laub der Birken und Buchen verstecken.
Blätter? Sind das nicht Nadeln? Nein, sie sehen nur so aus. Lärchen gehören zwar zur Familie der Kieferngewächse, haben aber keine immergrünen Nadeln, sondern Blätter, und wie Laubbäume werfen diese Koniferen ihre Blätter im Herbst ab und bekommen im Frühling neue. Klar, das weiß doch jedes Kind! Nicht unbedingt, mit zunehmender Naturentfremdung kennen immer weniger Leute die Besonderheiten der verschiedenen Baumarten. Und leider ja nicht alle Kinder das großen Glück, einen Waldkindergarten besuchen zu dürfen.
Ach ja, auch dass der Baum mit "ä" und der gleichnamige Vogel mit "e" geschrieben wird, ist leider auch vielen Erwachsenen nicht mehr geläufig.

Und weil es so schön ist, hier noch eine Nahaufnahme eines Lärchenzweiges.

Mittwoch, 3. Mai 2017

Apfelblüte

Unser "Celler Dickstiel" hat seine ersten Blüten geöffnet.
Der Mai ist der Monat der Blüten. Fast jeden Tag öffnen sich im Garten weitere, und wir sind so froh, dass die Apfelblüten vom späten Frost verschont geblieben sind. Gut, dass sie später blühen als die Kirschen. Deren Blüte sind buchstäblich über Nacht dahingerafft worden, sodass die Kirschernte in diesem Jahr komplett ausfällt. Das lässt sich verschmerzen. Im Herbst keine eigenen Äpfel ernten zu können, wäre für uns schlimmer. Natürlich ist die Nachfrost-Gefahr noch nicht gebannt, aber zumindest für die nächsten acht Tage sieht es, was die nächtliche Tiefsttemperatur betrifft, ganz gut aus. Sofern kein Hagelschauer auf die Blüten niedergeht, dürfte die Apfelblüte kaum noch gefährdet sein.
Aufgrund des vergleichsweise kalten Aprils blüht vieles später als sonst. Die Akeleien zum Beispiel haben immer Anfang Mai geblüht. In diesem Jahr sind die Blüten noch geschlossen, und es wird wohl noch etwa eine Woche dauern, bis sie sich öffnen.

Sonntag, 30. April 2017

Fienes erste Radtour

Mit Sicherheitsgurt: Fiene in ihrem Fahrradkorb.
In wenigen Tagen wird Fiene ein Jahr alt. Höchste Zeit, dass sie das Fahrradfahren lernt. Natürlich kann sie nicht selbst in die Pedale treten (Beine zu kurz), aber auch das Mitfahren im Fahrradkorb will gelernt sein.
Heute war es endlich warm genug, um mit ihr zu einer Radtour zu starten. Wir fuhren nach Wienhausen bei Celle, denn Marion hatte zwei Freikarten für das Gartenfestival, das dort an diesem langen Wochenende stattfindet. Allerdings war uns dort zu viel Gedränge, sodass wir nach einem Rundgang das Festivalgelände schnell wieder verließen, allerdings nicht ohne zuvor an zwei Bio-Ständen drei kleine Pflänzchen gekauft zu haben - ein kleines Mitbringsel für den Garten. Da die vielen Menschen auch Stress für Fiene bedeuteten, trug ich sie während des Rundgangs auf dem Arm.
Im nahe gelegenen Klosterpark war dagegen kaum etwas los, und so machten wir dort noch einen schönen Spaziergang, bevor wir uns wieder auf die Räder schwangen.
Auf dem Rückweg mussten wir gegen heftige Windböen antreten, und wir waren froh, dass wir für die 70-Kilometer-Tour Pedelecs gewählt hatten. Mit Unterstützung durch den Elektromotor war es nicht gar so anstrengend. Unterwegs machten wir, wie auch schon auf der Hintour, eine kleine Pause, damit das kleine Jack-Russell-Terrier-Mädchen etwas Bewegung bekam.
Zuhause bekam Fiene dann ein dickes Lob von uns ("Das hast Du ganz toll gemacht!") und eine extragroße Portion zum Abendessen, denn Radfahren macht hungrig.